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Usedom wird zur Umweltinsel: 1.000 Quadratmeter Klimawald gepflanzt

Usedom wird zur Umweltinsel: In der Nähe von Koserow ist am 25. April 2008 - dem Tag des Baumes - der erste Klimawald der Insel begründet worden. Auf einer rund 1.000 Quadratmeter großen Brachfläche haben Urlaubsgäste, Reiseverkäufer, Forstwirte und Sponsoren in einer groß angelegten Aktion 5.000 Stieleichen gepflanzt.

Die Pflanzung steht im Zusammenhang mit der Ende des vergangenen Jahres eingeführten Waldaktie, deren Besitzer ihre Urlaubsreise nach Mecklenburg-Vorpommern CO2-neutral gestalten und für zusätzliche Aufforstungen mit einheimischen Baumarten in den bislang vier Klimawäldern sorgen.

"Inzwischen sind mehr als 2.000 Waldaktien verkauft worden, etwa die Hälfte davon im besonders beliebten Klimawald auf Usedom. Die Waldaktie stößt auf kontinuierliches Interesse bei Gästen, Einheimischen und Förderern", sagte Mathias Löttge, Präsident des Landestourismusverbandes im Vorfeld der Pflanzaktion.

Auf nachvollziehbare und zugängliche Weise vereine das vom Tourismusverband mit dem Umweltministerium des Landes initiierte Projekt den Klimaschutzgedanken mit dem Hinweis auf die reiche Natur im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern.

"Es wäre erfreulich", so Löttge weiter, "wenn wir am Ende dieses Jahres 5.000 Waldaktien an die umweltbewusste Frau oder den umweltbewussten Mann gebracht hätten und damit 50.000 Quadratmeter Klimawald in Mecklenburg-Vorpommern anlegen könnten." Er hob insbesondere den Umweltbildungscharakter des Projektes hervor: "So wird Klimaschutz im Kleinen erlebbar, so werden komplexe Prozesse nachvollziehbar und Wechselwirkungen verstehbar." Darüber hinaus gelänge es Mecklenburg-Vorpommern, seinen Ruf als landschaftlich schönes und Natur bewahrendes Urlaubsland zu festigen. Mit umweltverträglichem Tourismus könne der Nordosten glaubwürdig auftreten und gegenüber anderen Reisezielen punkten. Das Erleben intakter Naturlandschaften ist das am häufigsten genannte Reisemotiv der Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als 80 Prozent der vom Tourismusverband regelmäßig repräsentativ befragten Gäste benennen dies als ausschlaggebend für die Wahl eines Urlaubsortes in Mecklenburg-Vorpommern.

Rund ein Viertel der auf der Insel bepflanzten Fläche geht zurück auf das Engagement der Usedom Tourismus GmbH, die jeweils einen Euro der durch Katalogvertrieb eingenommen Beträge für Waldaktien investierte. "So tragen Usedom-Urlauber ohne Mehraufwand zu dem sinnvollen Projekt bei", erklärte Gerd Schulz, Vorsitzender des Tourismusverbandes Insel Usedom und Vorstandsmitglied im Landestourismusverband vor Ort.

Umrahmt wurde die Pflanzaktion am Tag des Baumes von dem von Studenten und Dozenten der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig komponierten, experimentellen "Waldstück Opus 2", dem Nachfolgewerk des bei der ersten Pflanzaktion Ende November 2007 welturaufgeführten "Waldstück Opus 1".


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