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Eine Reise in die Kindheit – unterwegs auf der Deutschen Spielzeugstraße

Auf rund 300 Kilometern führt die „Deutsche Spielzeugstraße“ zu jahrhundertealten Spielzeugtraditionen in Franken und lässt das Herz so manchen Erwachsenen höher schlagen.

Denn flauschige Teddybären, feines Blechspielzeug und fantasievolle Puppen lagen einst unter den Weihnachtsbäumen in Deutschland. Heute begeistern eher farbenfrohe Helden aus Plastik und flotte Fahrzeuge den Nachwuchs – bei einer kurzweiligen Reise in die Kindheit begegnet man auf der „Deutschen Spielzeugstraße” sowohl nostalgischen Einzelstücken als auch modernen Markenprodukten.

Die „Deutsche Spielzeugstraße” nimmt ihren Anfang in Franken in der Städteregion Nürnberg und endet im thüringischen Waltershausen – unterwegs entdeckt man Kindheitsträume und die jahrhundertealte Spielzeugtradition Frankens und Thüringens.

Erlebnisreiche Stationen sind Spielzeugmuseen und Sammlungen, Puppenkünstler und Bärendoktoren, große Spielzeughersteller und kleine Manufakturen, und – passend zur Jahreszeit – sogar die Werkstatt des Weihnachtsmanns.

Innovative Spielzeugmetropolen

Wer sich auf der „Deutschen Spielzeugstraße” auf den Weg macht, der lernt das vielfältige Reiseland Franken von einer seiner schönsten und liebenswertesten Seiten kennen.

So ist Nürnberg bereits seit dem 16. Jahrhundert ein Zentrum der deutschen Spielzeugindustrie. Damals schufen die “Dockenmacher” einfache Holzpuppen mit beweglichen Gliedern.

Als Handwerker wie Schreiner, Drechsler oder Zinngießer kunstfertig Miniaturen und Spielzeug herzustellen begannen, war der Aufstieg Nürnbergs als innovative Spielzeugmetropole nicht mehr zu stoppen.

Das Nürnberger Spielzeug entwickelte sich zu Verkaufsschlagern: Puppenstuben, Steckenpferde, Zinnsoldaten, Blechspielzeug und Modelleisenbahnen gingen hinaus in die ganze Welt – getreu dem allseits bekannten Spruch „Nürnberger Tand geht in alle Land”.

Seinem Ruf als Spielzeugstadt wird Nürnberg auch heute gerecht: Allen voran rückt die große Spielwarenmesse (10. bis 15. Februar 2005) die Stadt ins internationale Rampenlicht – und natürlich ist der Veranstaltungskalender mit Aktionen für Kinder und Jugendliche reich bestückt.

Aber auch die Gebiete um Nürnberg und Orte im Norden Frankens sowie die Region rund um das thüringische Sonneberg begannen im 18. und 19. Jahrhundert, ihre Spielzeugproduktion zu intensivieren, was von den Herzogshäusern Sachsen-Meiningen und Sachsen-Coburg-Gotha gefördert wurde.

So erlebte Zirndorf vor den Toren Nürnbergs eine Blüte des Blechspielzeugs, aus Fürth kamen Bilderbücher, Gesellschaftsspiele wie das weltberühmte Scrabble und Kinder-Kochgeschirr.

Rund um Sonneberg entwickelte sich die Puppenherstellung zum großen Industriezweig.

Die fränkisch-thüringische Spielzeugwelt kam durch die beiden Weltkriege, Wirtschaftskrisen und schließlich die Teilung Deutschlands in Turbulenzen – und das gewachsene Gefüge wurde für Jahrzehnte auseinander gerissen.

Spielzeug-Vielfalt mit Tradition

Wie eng und lebendig die Spielzeugtradition jedoch entlang dieser Ferienstraße nach der Wende wieder zusammengewachsen ist, demonstrieren heute wieder die großen Spielzeughersteller, Puppenmanufakturen und Werkstätten entlang der Strecke.

Viele Hersteller bieten den Besuchern mittlerweile einen eigenen Ausstellungsraum, Betriebsführungen und Einkaufsmöglichkeiten – beispielsweise die LGB Lehmann-Gross-Bahn in Nürnberg, bekannt für ihre Gartenbahnen, oder geobra Brandstätter in Zirndorf, aus deren Haus die berühmten Playmobil-Männchen die Kinderzimmer erobert haben.


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Im angeschlossenen Playmobil FunPark sind die Figuren übrigens zu überdimensionaler Größe angewachsen.

Auf über 90.000 Quadratmetern ist eine Maxi-Spielwelt entstanden, in der mittelalterliche Burgen und Dschungelruinen erobert, Piratenschiffe geentert und Goldnuggets geschürft werden. Neu dabei ist der große überdachte Klettergarten mit Labyrinth und Innenspielbereich.

Nicht weit davon entfernt weckt in Fürth die Produktpalette von Bruder, BIG oder Simba Toys den Spieltrieb nicht nur von Kindern.

Kuschelig hingegen wird es in Weismain bei den Plüschtieren der NICI AG und den Teddybären der Hermann-Spielwaren in Coburg.

Ein Zentrum der Spielwarenherstellung ist natürlich auch Rödental.
Hier entstehen die Kreationen der Götz Puppenmanufaktur, der Engel Puppen und der Erich Bohl Plüschspielwarenfabrik.

Jenseits der fränkischen Grenze bieten sich in Thüringen beispielsweise bei der DICKIE-Spielzeug GmbH in Sonneberg, bei Schildkröt-Puppen in Rauenstein oder der Walterhäuser Puppenmanufaktur weitere Besuchs- und Einkaufsmöglichkeiten.

Die große Spielzeugtradition Frankens und Thüringens manifestiert sich aber auch in den zahlreichen Spielzeug- und Spezialmuseen entlang der Spielzeugstraße.

In Nürnberg lädt beispielsweise das Spielzeugmuseum ein, Holzspielzeug, Eisenbahnen, Puppen, Dampfmaschinen und die weltweit größte Sammlung von Lehmann-Blechspielzeug gilt es hier zu entdecken.

Bis 13. Februar 2005 widmet sich die Sonderausstellung „Mensch ärgere Dich nicht” der Geschichte des berühmten Spieleklassikers und dieses Spiel hat schon jeder gespielt. Wann war es das letzte mal gleich wieder?

Eine andere Spielewelt mit über 20.000 Objekten offenbart sich den Besuchern des Germanischen Nationalmuseums noch einmal in Nürnberg.

Im Mittelpunkt dieser bedeutenden Sammlung stehen großartige Puppenhäuser aus dem 17. Jahrhundert. Ebenfalls in Nürnberg beherbergt das Museum für Post und Kommunikation ein eigenes Kinderpostamt und im DB-Museum laden Modelleisenbahnanlagen zum Spielen und Staunen ein.

Im Jüdischen Museum Franken in Fürth spürt man dem Leben und Spielen jüdischer Kinder nach und im Stadtmuseum gibt es zum Anfassen und Ausprobieren Blechspielzeug, Zinnfiguren und Goldschlägerwerkzeug.

Bei der Fahrt auf der „Deutschen Spielzeugstraße” in Richtung Norden ist ein Halt in der Fränkischen Schweiz ein Muss. Denn das Fränkische Spielzeugmuseum in Gößweinstein zeigt das ganze Spektrum fränkischer Spielwaren-Produktion.

Das Fichtelgebirge ist die Heimat von über 5000 Bären, die im „Teddy Museum Berlin” in Hof ihr neues Zuhause gefunden haben.
Bis zum 31.12.2004 sind zudem noch ein paar Ehrengäste da die in der Sonderausstellung „Film- und Fernsehstars aus Plüsch” zu sehen sind.

Im Oberen Maintal-Coburger Land verzaubern im Deutschen Korbmuseum in Michelau geflochtenes Spielzeug und herrlich gefertigte Kinderwägen die Besucher.

Feinen Puppenkindern aus Papiermaché, Porzellan, Blech, Holz und Kunststoff aus den Jahren 1800 bis 1955 widmet sich das Coburger Puppenmuseum. So beherbergt es die größte Teepuppenausstellung Europas.

Neustadt bei Coburg, die „Bayerische Puppenstadt” glänzt mit ihrem Museum der Deutschen Spielzeugindustrie, das unter anderem die einzigartige Trachtenpuppensammlung mit über 800 Puppen aus 100 Ländern beherbergt.

In das Museum integriert ist auch die „Werkstatt des Weihnachtsmannes”, die in märchenhafter Form die Entwicklung der Spielzeugindustrie dokumentiert.

Während des „Internationalen Puppenfestivals” (5. bis 8. Mai 2005) breitet sich das Puppenfieber über die ganze Stadt aus: Dann zeigen Puppenkünstler ihre aktuellen Schöpfungen und eine Puppenbörse, Sonderausstellungen, „lebende Werkstätten” rund um die Puppenherstellung und kreative Kinderaktionen locken ins Museum.

Auf der thüringischen Seite der „Deutschen Spielzeugstraße“ warten in Sonneberg das Deutsche Spielzeugmuseum, in Rauenstein das Schildkröt-Puppenmuseum und die Puppenstadt „Mon plaisir” im Schlossmuseum Arnstadt.

Im Museum für Glaskunst in Lauscha erfährt man, wie Glasminiaturen für Puppenstuben und Glasaugen für Puppen und Bären hergestellt werden.

Die „Deutsche Spielzeugstraße” ist 2005 selbst unterwegs.

Eingebettet in eine bunte Blütenpracht präsentiert sie sich nämlich auf der Bundesgartenschau 2005 (BUGA) in der Münchner Messestadt Riem.

Auf den Aktionsflächen zeigt die Spielzeugstraße dann am 25., 26. und 27. August eine Übersicht ihrer Vielseitigkeit.

Mit dabei werden dann fränkische Stoff- und Porzellanpuppenmacher, Puppendesigner, Vertreter von Bärenwerkstätten und Teddykliniken sein.

Es ist also viel los entlang der Spielzeugstrasse. Wer das Kind in sich bewahrt hat oder bereits Kinder hat, sollte diese Reiseroute einmal abfahren und sich von der Spiel- und Kinderwelt bezaubern lassen.

Infos im Internet finden Sie unter www.spielzeugstrasse.de

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