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Mehr Sicherheit und Übersicht im Straßenverkehr

Verkehrszeichen sollen der Sicherheit im Straßenverkehr dienen. Zu viele Schilder – also der sprichwörtliche „Schilderwald“ – können Verkehrsteilnehmer allerdings auch überfordern. Zusätzlich nimmt die Bereitschaft der Verkehrsteilnehmer, eine Verkehrssituation eigenverantwortlich zu beurteilen, mit der zunehmenden Anzahl der aufgestellten Schilder ab. Schätzungen zufolge stehen entlang deutscher Straßen über 20 Millionen Verkehrszeichen.

Abgeschaffte Verkehrszeichen

Mit der zum 1. September in Kraft getretenen Änderung der StVO wurden daher insgesamt sechs Verkehrsschilder vom Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) abgeschafft. Sie gelten als entbehrlich, weil in den meisten Fällen ihre Bedeutung von bereits bestehenden Verkehrsschildern mit übernommen werden kann. Von den folgenden Verkehrsschildern müssen wir uns zukünftig verabschieden:

Schilderwald. (Quelle > DVR)

Diese Verkehrszeichen dürfen nicht mehr aufgestellt werden; vorhandene Schilder werden innerhalb einer Übergangsfrist von zehn Jahren abgebaut.
Neben den abgeschafften Verkehrszeichen wurde eine ganze Reihe von ehemaligen Gefahrenzeichen zu so genannten Sinnbildern abgestuft. Dazu zählen etwa die Verkehrszeichen für Schnee- und Eisglätte, Steinschlag, Flugbetrieb, Amphibienwanderung und das Schild für einen Fußgängerüberweg. Diese Zeichen werden zwar als entbehrlich betrachtet, sind aber weiterhin Bestandteil des Verkehrszeichenkatalogs. Damit können sie bei besonderen Gefahrenlagen weiterhin von den dafür zuständigen Länderbehörden angeordnet werden.

Neue Verkehrszeichen
Gleichzeitig sind aber auch neue Verkehrsschilder hinzugekommen, was auf den ersten Blick dem Bestreben nach der „Rodung des Schilderwaldes“ entgegenwirkt. „Allerdings kann etwa die klare Kenzeichnung von Beginn und Ende einer Parkraumzone dazu beitragen, dass viele einzelne Schilder innerhalb dieser Zone abgebaut werden können“, erklärt DVR-Experte Dr. Detlev Lipphard. „In einem neuen Sackgasse-Schild kann nun klar erkennbar die Durchlässigkeit der Sackgasse für Radfahrer und/oder Fußgänger gezeigt werden“ (siehe unten). Ein weiteres neues Zeichen zollt dem veränderten Freizeitverhalten vieler Bürger Tribut und zeigt an, wo Rollschuhfahren und Inline-Skaten möglich ist.

Schilderwald. (Quelle > DVR)


So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Für den DVR-Experten Lipphard ist die Zahl der unterschiedlichen Verkehrszeichen allerdings nicht die kritische Größe: „Es ist richtig, dass das Bundesverkehrsministerium letztlich über die Zusammensetzung des so genannten Verkehrszeichenkatalogs bestimmt. Viel entscheidender ist aber die Frage, ob ein Verkehrszeichen überhaupt aufgestellt wird; und das ist Sache der Verkehrsbehörden vor Ort. Dazu sagt die Straßenverkehrsordnung, dass örtliche Anordnungen durch Verkehrszeichen nur dort getroffen werden sollen, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist." Ob die Neuregelung der StVO langfristig tatsächlich zur Reduzierung des Schilderwalds beiträgt, kann ohnehin erst in einigen Jahren beurteilt werden.

Weitere Infos unter www.dvr.de 


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