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Naturpark Nagelfluhkette: Offizielle Einweihung des ersten grenzübergreifenden Naturparks zwischen Bayern und Österreich

Image Am 21. Mai wird der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Bayern und Österreich offiziell eingeweiht.

Dann bilden sechs Gemeinden im südwestlichen Oberallgäu und acht Gemeinden im Vorderen Bregenzerwald ganz offiziell den ersten grenzübergreifenden deutsch-österreichischen Naturpark der seinesgleichen sucht.

Vorrangige Ziele im 401 Quadratkilometer großen „Naturpark Nagelfluhkette“ sind Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft, eine nachhaltige Land-, Alp- und Forstwirtschaft, die Förderung und Vermarktung eines nachhaltigen touristischen Angebotes und die Regionalentwicklung mit dem Kernthema Energieerzeugung und Energienutzung.

 Die Nagelfluhkette erstreckt sich von Immenstadt über eine Distanz von etwa 20 Kilometern in westlicher Richtung bis Hittisau in Österreich; der größte Teil der Kette liegt auf deutschem Gebiet. Die Berge gehören zu den letzten höheren Erhebungen der Allgäuer Alpen, ehe sich weiter nördlich das Allgäuer Hügelland anschließt. Im Norden befindet sich das Weißachtal, im Süden erhebt sich die Hörnergruppe.

Nagelfluhgestein auch Herrgottsbeton genannt

Die ganze Kette setzt sich aus „Nagelfluh“-Gestein zusammen. Dieses Gestein erinnert ein wenig an Beton: In einer verbackenen Masse sind nämlich abgerundete Gesteinsbrocken eingeschlossen, die im Verwitterungsprozess langsam an die Oberfläche gelangen und abbröckeln. Im Allgäuer Volksmund wird Nagelfluhgestein daher auch „Herrgottsbeton“ genannt. Entstanden ist das Gestein aus Schlamm, Schutt und Geröll, das während der Entstehung der Alpen von urzeitlichen Flüssen verfrachtet und abgelagert wurde.

Wandern im Urlaub vom Allgäu bis zum Begrenzerwald

Bayern stellt mit 246,7 Quadratkilometern 61,5 Prozent der Naturpark-Fläche. Den größten Anteil hat Oberstaufen mit 87,7 km², gefolgt von Blaichach (44,6 km²), Balderschwang (41,8 km²), Immenstadt (35,2 km²), Obermaiselstein (21,3 km²) und Bolsterlang (16,1 km²). Nur Balderschwang liegt mit dem gesamten Gemeindegebiet im Naturpark.

Acht Gemeinden auf österreichischer Seite steuern jeweils ihre gesamte Fläche zum Naturpark bei: Hittisau (46,7 km²), Sibratsgfäll (29,3 km²), Sulzberg (23,1 km²), Riefensberg (14,9 km²), Doren (14,2 km²), Langenegg (10,5 km²), Krumbach (8,7 km²) und Lingenau (6,9 km²).

 In den sechs deutschen Naturpark-Gemeinden leben zusammen rund 29.500 Einwohner, in den acht österreichischen rund 9.200. Von den rund 20.200 Gästebetten der Region stehen 17.450 im Allgäu. In den meisten Allgäuer Gemeinden ist der Tourismus bereits ein zentraler Wirtschaftsfaktor.

Auf sie entfallen gut 2,3 Mio der jährlich etwa 2,5 Mio. Übernachtungen in der Naturparkregion. Die Vorarlberger Gemeinden sind stärker auf Forst- und Landwirtschaft ausgerichtet. Neben einer nachhaltigen Tourismusentwicklung ist der Umgang mit Energie ein zentrales Thema des „Landschafts- und Entwicklungsplan (LEP) für den Naturpark Nagelfluhkette“. Er liegt bei den 14 Naturparkgemeinden aus.

Oberstes Ziel: Nachhaltige Regional- und Tourismusentwicklung

Der Tourismus soll als Wirtschaftszweig langfristig gesichert und entwickelt werden. Um die touristische Infrastruktur besser zu nutzen und gemeinsame Angebote zu entwickeln, wollen die Gemeinden auch das grenzüberschreitende ÖPNV-Angebot weiter ausbauen.

Vielfalt im Urlaub dank regionaler Besonderheiten

Die Gäste können so die Vielfalt lokaler und regionaler Besonderheiten besser für den Urlaub nutzen, die Einheimischen von der sehr unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklung in der Region stärker profitieren.

Steigerung der Attraktivität durch mehr Aktivitäten

Im Vordergrund des touristischen Angebotes aller 14 Naturpark-Orte stehen klassische Urlaubsaktivitäten wie Wandern, Nordic Walking, Spazierengehen, Ski- und Langlauf sowie Radfahren. Dazu kommen Mountainbiking, Paragliding, Drachenfliegen, Rafting und Canyoning. Auch Golf, Wellness und Familienurlaub spielen eine wichtige Rolle.

So verbindet Oberstaufen nun auf einzigartige Weise die landschaftlichen Reize des neuen Naturparks mit den nachhaltigen Gesundheits- und Wellnessangeboten eines beliebten Ferienortes. Immenstadt stellt mit 200 Kilometer Wanderwegen und dem Allgäuer Bergbaumuseum seine Attraktivität in den Vordergrund.

Mit Bolsterlang, Obermaiselstein, Fischen und Ofterschwang bildet Balderschwang die Tourismusgemeinschaft „Hörnergruppe“ um das 1787 m hohe Riedberger Horn. Mit und in Bolsterlang geht buchstäblich die Sonne über dem Naturpark auf und ein 100 km langes Wanderwegenetz wird eingebracht.

Bregenzerwald - Teil des Naturparks Nagelfluhkette

In Hittisau im Bregenzer Wald hingegen, finden Sie ein gutes Beispiel für die Aufgaben im Naturpark und das an der „KäseStraße Bregenzerwald“ liegende Riefensberg und hat noch eine eigene Sennerei die nun für alle Naturpark Nagelfluhkette ereichbar ist.

 Ein Beispiel für das Nebeneinander von Natur und Kultur, Landwirtschaft und Tourismus im Naturpark ist Sulzberg im Norden des Vorarlbergs. Mit Sibratsgfäll, dem „1. Nordic-Walking-Dorf Vorarlbergs“ werden sechs verschiedene Routen mit über 40 Kilometer speziell für das Wandern mit zwei Stöcken ausgewiesen und mit Lingenau steht die bereits mehrfach ausgezeichnete Blumengemeinde des Vorarlbergs als Ziel bereit.

Mittelpunkt und wichtigster Knotenpunkt im Bregenzerwald ist Krumbach, das Verkehrsknotenpunkt und Kreuzungspunkt der ÖPNV-Linien nach Bregenz, ins Allgäu und über Lingenau in den Hinteren Bregenzerwald ist. Langenegg bringt in den Naturpark Nagelfluhkette seine Erfahrung zum Kernthema Energie ein, denn seit dem Bau einer ersten Solaranlage 1992 zählt Langenegg zu den Vorreitern einer umweltgerechten Energiepolitik in der Region.

Doren ist die jüngste und westlichste Gemeinde im Naturpark, die sich auf 14,2 km² Fläche am Süd- und Nordabhang des Sulz-Berges ausbreitet und westlich der Nagelfluhkette den Übergang des Bregenzerwaldes in die Allgäuer Hügellandschaft markiert.

Detailbeschreibungen mit den Attraktionen der Partnergemeinden der Naturpark Nagelflugkette finden Sie in unserer BIG STORY "Naturpark Nagelfluhkette - 14 Gemeinden ziehen für Wanderer, Bergsteiger und Skifahrer an einem Strang".

Weitere Informationen zum Naturpark Nagelfluhkette, seinen Zielen, Mitgliedern, Aktivitäten und touristischen Angeboten erhalten Sie von: Naturpark Nagelfluhkette, Gästeinformation, Marienplatz 12, D-87509 Immenstadt/Allgäu, Tel. + 49 82323 9141-76, Fax: -95, www.naturpark-nagelfluhkette.eu

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