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Generationenkampf in Deutschland ausgebrochen? Gibt es eine vernünftige Lösung?

Aktive Politik in Deutschland zu betreiben und es allen Bürgern und Steuerzahlern, sprich Wählern recht zu machen, ist nicht einfach.

Die täglichen Diskussionen über Rentenzahlungen, Hartz IV Zahlungen, Arbeitslosengeld I + II, Förderprogramme und Fördermittel für Privatpersonen und Unternehmen, Gesundheitsreform und Entwicklungshilfe: die Zahl der Empfänger ist fast unendlich und der Gordische Knoten will einfach nicht durchschlagen werden.

Der Grund dafür liegt offensichtlich darin, dass die Entscheider und Mittelgeber aus einer Warte der Sicherheit und des Wohlstands heraus operieren und die elementaren Probleme vor Ort, also der betroffenen Geldempfänger, nicht verstehen. Denn es ist sehr einfach den Durchschnitt zu sehen und Statistiken sich so zu trimmen, wie das Ergebnis aussehen soll. Anders ist es nicht zu erklären, dass nur noch mit statistischen Zahlen operiert wird und ein Problem, anhand des statistischen Durchschnitts nicht angegangen wird, weil im statistischen Mittel alles nicht so schlimm gesehen wird, als es in der Realität bereits ist.

Dass dabei viele Notleidende damit nichts anfangen können, ist nur verständlich. Wer seine Milch und Butter nicht mehr täglich beziehen, den versprochenen Kindergartenplatz nicht mehr finanzieren,  wer an allen Ecken und Enden sparen muss und gleichzeitig sieht, wie Milliarden an Euro täglich in dubiosen Kanälen verschwinden, ohne dass ein bestehendes Problem dadurch gelöst wurde, findet es nicht besonders witzig, zur Wahlurne zu gehen um diese Ideengeber, sprich Politiker, zu wählen.

Rentnerarmut vs Kinderarmut?

Was soll ein Rentner(in) denken, wenn nun in der aktuellen Diskussion pauschal vorgeworfen wird, dass es den Rentnern(innen) doch eigentlich ganz gut geht und vielmehr eine Kinderarmut im Land vorherrscht. Wie kann eine Gesellschaft auch nur im Ernst meinen, die Generationen gegeneinander auszuspielen, obwohl es noch nie so viele Millionäre, also Reiche und gleichzeitig so viele Menschen gibt, die jeden Tag das Geld dreimal umdrehen müssen, obwohl sie ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten oder geleistet haben.

Die Ideen, die anstehenden Probleme, trotz Spitzeneinnahmen zu lösen, sind den Politiker ausgegangen. Wie in der Inneren Sicherheit wird nur noch von A nach B gedacht und von C ist noch nicht einmal der Ansatz zu sehen. Es fehlt der politische Wille und die Sinnfrage was dieses Land und seine Gesellschaft überhaupt will. Soziale Gerechtigkeit – Hilfe – Zuwendung? Von Visionen einmal ganz abgesehen.

Denkansatz und Diskussionsbeitrag

Der Weg der Mittelempfänger darf nicht mehr nur exklusiv an statistischen Zahlen manifestiert werden. Es ist vielmehr ein weiterdenken erforderlich und die Ausgaben des Staates sind auf die Realität zu beziehen. Das erfordert allerdings etwas mehr, als bei statistischen Zahlen stehen zu bleiben oder mit Zahlen zu arbeiten die fern jeder Realität sind.

Der Staat kann mit Milliarden Bankenpleiten abfangen, Siemens die Schwarzkassen füllen, Kunst und Kultur mit Milliarden subventionieren, den Transrapid mit Millionen Fördergelder an die Wand fahren: für 1,1% Rentenerhöhung, Kindergärten, Öffentlichen Nahverkehr und vieles mehr aus dem täglichen Alltag ist kein Geld vorhanden.

Die Perspektive für die Zukunft am Beispiel der beschlossenen Rentenerhöhung von 1,1%

Bestandsaufnahme und Rechenbeispiel:

Es gibt in Deutschland 20 Millionen Rentner, davon sollen 3 Millionen bereits jetzt in Altersarmut leben und damit der Allgemeinheit (siehe 9,7 Milliarden der Versicherungsträger) weitere Kosten verursachen. Denn sie können nicht mehr ausgeben als sie haben und das heißt, eindeutig zu wenig zu haben.

Eine Erhöhung (pauschal nach derzeitiger Vorgehensweise) um 1,1% ergibt eine Ausgabe von: 3 Milliarden. (Rentenversicherung, die Kranken-, Pflege- und Unfallversicherungen zahlen, so Sozialminister Olaf Scholz, bis 2011 insgesamt rund 9,7 Milliarden Euro mehr; Der Bund wird in dieser Zeit insgesamt mit rund 2,8 Milliarden Euro belastet, die Länder und Kommunen mit 270 Millionen Euro. So kommen rund 12,8 Milliarden Euro in 4 Jahren zusammen).

Es stehen also 3 Milliarden Staatsgelder einem Heer von 20 Millionen Rentnern gegenüber.

3 Milliarden sind 3000 Millionen !!! 12 Milliarden = 12.000 Millionen!!!

Ergebnis: Jeder Rentner müsste 1500 Euro an Geld-Leistungen allein vom Bund
innerhalb dieser Zeit (4 Jahre) erhalten.
(1.500 x 20 Millionen = 3000 Millionen)


Merkwürdigerweise bekommen sie aber, in Relation, davon so gut wie gar nichts. Die 3 Millionen in Armut lebenden Rentner und eine vielfache Menge an derzeit noch leidlich lebenden Rentnern sieht von dieser Erhöhung so gut wie nichts.

Immer der gleiche Fehler: Eine statistische Zahl bildet im Durchschnitt noch lange nicht die Realität wieder.

Ähnlichkeiten erwünscht? Es gibt z.B. im Durchschnitt und fiktiv 2,3 Kinder. Der Hasenfuß: Haushalte mit 2-3 Kindern haben ein Problem. Haushalte ohne Kinder sind problemfrei. Was hat die statistische Zahl 2,3 also in der Realität auszusagen?

Eine Hand auf der Herdplatte und eine Hand im Eisfach ergeben im Durchschnitt, dass alles ok ist. Deshalb helfen Aussagen von sogenannten Wirtschaftsforschern und Statistikern alleine nicht mehr weiter:

Beispiel:
Zitat: «Die materielle Lebenssituation der Älteren ist besser als die des Durchschnitts der Gesamtbevölkerung», sagte Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Warum gibt es eine Rentenerhöhung?

Unabhängig davon, dass Rentner eine große Anzahl an Wählern darstellen, ist die 1-prozentige Erhöhung dafür vorgesehen, die Inflation und die Preissteigerung abzufangen. Denn ohne eine Erhöhung verliert dieser Bevölkerungsteil von Jahr zu Jahr Geld so dass immer mehr in der sog. Altersarmut landen und die Versicherungsträger um weitere 12 Milliarden belasten.

Da trotz 3000 Millionen bei den Bedürftigen nichts landet (wer 1000 Euro Rente bezieht und 1,1 % Erhöhung erhält bekommt als Ergebnis 11 Euro mehr im Monat = 528 Euro in vier Jahren.)

Problemerkennung


{mosgoogle left}Trotz 3000 Millionen Euro bleiben also nicht 1500 Euro sondern nur 528 Euro (1/3 der Summe) innerhalb der vier Jahren (11 Euro pro Monat) bei den Rentnern.

Trotz 3000 Millionen Euro wird an die produktiven Kräfte (Arbeitnehmer und Unternehmen) von den Beziehern der Erhöhung nichts zurückgeleitet.

Trotz 3000 Millionen Euro wird der Bund keine weiteren Einnahmen von den Rentnern und von den produktiven Kräften erhalten. Denn von 11 Euro p.M. kann sich ein Rentner mittlerweile gerade mal ein Schnitzel mehr in der Gaststätte leisten. Einen Ratenkredit für ein Auto/TV/PC/Urlaub u.v.a.m. sicher nicht. Es fehlen 1000 Euro oder pro Monat 2/3 des Betrages der vom Staat mit der 1,1% Erhöhung ausgegeben wurde.

Ergo: Die Wirtschaft wird keinerlei Mehrumsatz feststellen, da ein Mehr durch 11 Euro nicht möglich ist und durch die Inflation aufgehoben wird. Schlimmer noch: die Allgemeinheit wird noch mehr Geld ausgeben müssen, da noch mehr Rentner in der Altersarmut landen.

Diejenigen die schon viel besitzen werden trotzdem nicht mehr konsumieren, da sie aufgrund der normalen menschlichen Struktur nicht mehr Essen können, nicht mehr TV-Geräte kaufen, auch nur ein Auto fahren, ein Boot besitzen oder ein Haus bewohnen können usw.

Deshalb die Grundsatzfrage: muss das Mehr als Schwarzgeld in Liechtenstein landen weil nicht noch mehr konsumierbar ist? (Konsum steht nicht nur für Kaufen sondern auch für Schuldentilgung, Investition in die Zukunft, Ratenzahlung, Lebensgestaltung und ruhiges Schlafen etc.)

Falsche und ungerechte Verteilung

Die 3000 Millionen Euro sind also falsch verteilt, denn sie wurden von der Allgemeinheit, dem Staat, real ausgegeben, was die Steuern wieder erhöht um den Staatsaushalt nicht aus dem Ufer laufen zu lassen. Eine Schraube ohne Ende.

Problemlösung:

Die bisherige Grundrechnung mit den Prozentzahlen als Ausgangsbasis wird beibehalten. Allerdings wird zukünftig weitergerechnet und aus Gründen der Gleichbehandlung an alle Bezieher der Erhöhung der gleiche REALE BETRAG ausbezahlt.

Wermutstropfen:

Keiner, denn Alle bekommen jetzt real den gleichen Betrag. Reich und Arm sind vereint wenn sie im Laden für die Preiserhöhung der Milch den gleichen Obolus berappen müssen. Denn vor der Kasse sind alle gleich. Warum sollten auch Reiche mehr von der Allgemeinheit für die Preissteigerungen erhalten? Sie erhalten, in diesem Fall Rentenerhöhung, nicht aufgrund ihrer Produktivität und ihres Erfolges, sondern wegen der Preissteigerung die Erhöhung um den erhöhten Milchpreis ausgleichen zu können.

Das Argument, wer mehr arbeitet, erfolgreicher ist, soll auch mehr bekommen bleibt bestehen. Nur beim Verteilen des Staates von Geld für den Inflationsausgleich / Preiserhöhungen bekommt auch er nicht mehr. Wer viel arbeitet und mehr Lohn/Einnahmen erzielt, erhält auch mehr als Derjenige, der weniger arbeitet oder arbeiten konnte.

Die Erhöhung bzw. der Geldtransfer des Staates ist also keine Gratifikation für den Erfolg und geleistete Arbeit. Die Milch im Regal kostet für Beide gleich viel und trotzdem kann sich der Erfolgsbürger immer mehr leisten als der weniger erfolgreiche Bürger. Der Abstand ist gewahrt und es wurde dem erfolgreichen Bürger nichts weggenommen. Er profitiert sogar davon wie wir in Kürze sehen.

Resultat mit Erfolg:

Die Rentner können die Preise der produktiven Kräfte (Unternehmen) weiter bezahlen und fallen als Konsument nicht aus, können ggf. sogar ihre produktiven Familienmitglieder wieder, wie in früheren Zeiten, im Notfall -sofern nicht in Altersarmut- helfen, mehr konsumieren, und damit zum Wohlstand der Allgemeinheit beitragen. Nicht nur vor Gericht und auf dem Meer sind alle Gleich - auch vor der Wursttheke, im Kino, beim TV-, Auto- Hauskauf gilt das Gleiche.

Die Gesellschaft kann allerdings zur Erkenntnis kommen, dass damit vielleicht zu viel REAL vom Staat für die Preissteigerung ausbezahlt wird und so können die Mittel entsprechend gekürzt werden um die Steuern zu senken und mit der Weitsicht intelligenter Menschen, für nachfolgende Generationen und derzeit noch produktive Teile, die Abgabenlast senken. Also statt 1500 Euro nur 1200 Euro auszahlen. 300 Euro entsprechen immerhin einer halben Milliarde die weniger an Steuern von den Bürgern erbracht werden müssen.

Zu schön um wahr zu sein?


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