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Transrapid wegen drastischer Kostenexplosion gescheitert

Wegen einer Explosion der Baukosten stoppten Bund und Freistaat Bayern das Prestigeprojekt zwischen Flughafen und Hauptbahnhof in München.

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sagten nach einem Krisentreffen mit Vertretern des Transrapid-Firmenkonsortiums am 27.3.08 in Berlin, die Unternehmen hätten den Kostenrahmen von 1,85 Milliarden Euro drastisch auf 3,2 bis 3,4 Milliarden Euro heraufgesetzt. {mosgoogle left}Weder der Bund, noch Bayern sähen sich in der Lage, das zu bezahlen. "Das ist ein schlechter Tag für den Industriestandort Deutschland", wertete Beckstein das Aus. Edmund Stoiber, dessen unermüdlicher Einsatz für die Magenetschwebebahn nun absolut umsonst war, ist von der Kostenexplosion ebenfalls überrascht.

Nach dem Wahldebakel bei den Kommunalwahlen, bei denen die CSU so manche Niederlage einstecken musste, kommt mit dieser Entscheidung nun die zweite Niederlage auf die erfolgsverwöhnte Partei und Staatsregierung zu. Damit werden nun Mittel frei, sinnvolle Alternativen für die Wegstrecke München Zentrum zum Flughafen zu finden.

Die Zeiten haben sich für die CSU geändert. Das Duo Beckstein - Huber hat noch einige Klippen zu umschiffen um das Wahlvolk in Bayern bis zur Landtagswahl im Herbst davon zu überzeugen, dass die absolute Mehrheit und Führung weiter sinnvoll ist. Sollte die CSU im Herbst über die 50% Marke nicht mehr springen wird das Duo wohl ganz schnell der Vergangenheit angehören.

Der Bürgerentscheid am 13. April in München zum Transrapid ist somit nicht mehr notwendig.

Autor: Gerd Bruckner

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