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Oh Du mein Zillertal - Erste Ferienregion im Zillertal Fügen-Kaltenbach (Österreich)

In der Mitte vom Zillertal in Kaltenbach befindet sich der spektakulärste Abenteuerpark - Naturhochseilgarten - Klettersteig von Tirol. Spezielle Herausforderungen für die ganze Familie von Mut, Geschicklichkeit, außergewöhnliche Ausblicke und Spaß warten aus Sie. Das klingt gut, denke ich und nehme an einer Tour mit E-Bikes zu besagtem Naturhochseilgarten von Markus Pumpfer, dem Betreiber und Initiator dieses Naturhochseilgartens in Tirol teil.

5dd7fdf918c148afa7ff9e0fc5b6d0fd"Des pack i ned - des is mir zu hoch“. So oder ähnlich klingt es aus so manchem Munde, wenn Mann/Frau das erste Mal vor dem Hochseilklettergarten in Kaltenbach vor Ort steht. Kein Wunder, sieht der Besucher einen mehrfach vernetzten Parcours von Seilen, Hölzern, Reifen, quer gestellten Skibrettern und diversen Fang- und Kletternetzen an hohen Bäumen, die an dem Berghang gelegen, schon beim Betrachten, Schlimmeres für die eigene Kondition und Psyche erahnen lassen.

Die in vielen Prospekten und Werbevideos gezeigte Leichtfüßigkeit von Bergkraxlern und scheinbaren Sportskanonen auf ungeahnten Höhen, irritiert den Durchschnittsbürger, den doch schon beim besteigen so manches Aussichtsturms, eine gewisse Besorgnis beschleicht. Dort, auf den Kirchtürmen und historischen Türmen gibt es zumindest eine Plattform mit festem Boden, so dass die oft verbreitete Höhenangst, dank eines Geländers, schnell überwunden werden kann. „Wer runter schaut, ist selber schuld.“

Doch wo ist in einem Hochseilklettergarten ein festes Geländer? Nichts zu sehen, nichts zum anfassen. Rein gar nichts. Lediglich die erfreuliche und immer wiederkehrende Mitteilung von Betreuern und Betreibern des Hochseilklettergartens "es kann nichts passieren - Du bist doch angeschnallt und gesichert".

Wenn das Hirn das nur auch wüsste, akzeptieren möge und der mentale Druck das Adrenalin nicht in das Blut so schnell pumpen würde. Aber dem ist nun mal so. Insbesondere, wenn der Städter die frische Waldluft in seine Lungen einsaugt, das Bergpanorama verinnerlicht und dann vor der Aufgabe steht, sich den Sicherheitsleinen in luftiger Höhe von 10-20 Metern anvertrauen zu müssen.

Es soll sie ja geben, die Bergfexe, denen es nie zu hoch, zu weit, zu lang und zu gefährlich sein kann. Einem Städter wie mir reicht es schon, keinen festen Boden unter den Füßen zu spüren, sich lediglich auf dünnen Stahlseilen bewegen zu dürfen und dann auch noch Frauen vor sich zu sehen, die den gewählten "Bären-Parcours" scheinbar leichtfüßig begehen und bewältigen. Da kannst als Mann ja nicht aufgeben und es sein lassen. Nein - Du wirst es Dir und den anderen zeigen, dass Du kein Weichei bist.

Und doch kommt bereits nach zwei überwundenen Bäumen, die rund sechs Meter auseinander stehen und per unsicheren Schrittes und nur an einem dünnen Stahlseil mit einem modernen Karabinerhaken gesichert, erklommen oder besser gesagt, mit zittrigen Beinen erreicht wurden, das große Muffesausen. Mentale Motivation ist jetzt angesagt.

Du fragst Dich dann schon, was Du hier eigentlich machst und warum Du das machst. Doch für allzu lange interne Diskussionen mit Dir selbst bleibt keine Zeit - steht der Partner, Freund oder einfach eine andere Person bereits hinter Dir und wartet nur darauf, dass Du Deinen Hintern vorwärts bewegst. Deine Unsicherheit nimmt leider von Baum zum Baum nicht ab und so machst Du gerne eine Pause und wunderst Dich, dass die noch vor kurzem vor dir zu sehenden Damen bereits drei Bäume und drei Hindernisse weiter sind und Du somit allein auf weiter Flur stehst, das nächste Hindernis bewältigen sollst.

Setz Dich einfach auf das Holzscheit vor Dir und ich schieb Dich an und ab geht’s - bei drei geht’s los - willst du anzählen oder soll ich: so Markus der Hochseil-Scout in den Bäumen zu mir und ehe ich mich versehe, sitze ich auf einem Miniholzscheit das wohl eine Art Auto auf Seil darstellen soll. Bück dich ein bisschen und halt dich vorne fest - ja wenn das nur so einfach wäre. Mein Kopf sagt mir nämlich - mach das nicht, sonst fällst Du runter und schon kommt wieder der Hinweis "es kann gar nichts passieren" und bevor ich mit dem herunterzählen beginne bewege ich mich schon von Baum A zu Baum B, halte das dort platzierte Seil in den Händen, ziehe mich auf die schmale Plattform, stehe und schnaufe ganz laut aus. Jetzt nur keine Panik, du hast es geschafft.

Wunderbar, das wäre geschafft - wenn der Baum nicht so dick wäre und ich doch einfach nur mal entspannen könnte. Aber nix da. Schon soll’s weiter gehen, weil Udo bereits hinter mir ebenfalls anlegte und nun fast die gleiche Panik bekommt, die ich wohl schon dermaßen stark ausstrahle, dass das ganze Volk unter mir mich mit lautem Johlen beobachtet und seinen erkennbaren Spaß mit mir hat, ob meiner lautstarken Geräusche und Hilferufe. Sie motivieren mich immer wieder und rufen mir zu "Du schaffst das - das packst Du“. Udo und mir hilft das allerdings nicht wirklich weiter.

Hochseilgarten in KaltenbachDie Frauen waren schon viel weiter und da ich nun niemanden vor mir hatte, an dem ich sehen konnte, wie das bevorstehende Hindernis zu meisterten ist, trafen Udo und ich eine Entscheidung die uns aus dem Schlamassel bringen sollte: „wir lassen uns einfach abseilen“. Dann haben wir es hinter uns und basta. Aber da hat der sportliche Städter die Rechnung ohne den Kletter-Scout und Hochseilgarten-Coach gemacht und schon steht er da und nimmt uns freundschaftlich ins Gebet: die Frauen haben das geschafft, dann schafft ihr das auch. Ja, ja - also nichts von wegen "wir seilen euch ab, wenn ihr nicht mehr könnt" und so tausche ich einfach die Reihenfolge mit Udo, nach dem Motto "geh Du voran" und kann mich an seinen Kämpfen mit den natürlichen Hindernissen der Natur und einem inneren Schmunzeln an ihm orientieren und seine Schritte nach vorne verfolgen, um es einfach nach zu machen, was dann eine gewisse "Sicherheit" gibt .

„Es kann ja nichts passieren“ und schon läufst Du auf scheinbar schlampig zusammengestellten Holzbohlen, die einige Zentimeter auseinander stehen, schnell und behändig wieder von einem Baum zum nächsten und hast das Ziel fast erreicht. Jetzt nur noch schnell den Karabinerhaken eingehängt, sich auf den Hosenboden setzen und einfach herunter gleiten lassen, bis Du am nächsten Baum angekommen bist, was aber leider nicht auf Anhieb klappt, weil du das Seil, das für dich herunterhängt, nicht erfassen kannst.

Also automatisch in die Mitte hängend stehen bleiben und ein Seil zum ziehen nutzen, um dann mit letzter Kraft dort anzukommen wo alle anderen bereits vor dir waren. Jetzt der letzte Schritt - wieder geht es an einem Stahlseil liegender Weise nach unten und ich bin auf festem Waldboden gelandet.

Yes, der Adler ist gelandet! Schweißgebadet aber sehr, sehr glücklich und stolz auf sich selbst. Ich habe es geschafft. Jetzt ein bisschen verschnaufen - anderen Hochseilakteuren zusehen und dann runter zu einem frischen Zillertaler Radler, das für Dich, den inneren Schweinehundbezwinger, mit einem kleinen Fläschen „Zillertaler Williams Schnapserl“ bereit steht.

Sie haben auch Höhenangst oder glauben diese zu haben? Sie mögen die frische Luft in den Bergen und wollen neue Dinge einfach gerne mit der ganzen Familie oder in einer Gruppe erleben? Dann empfehle ich den Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen in der Ersten Ferienregion Fügen - Kaltenbach mit seinem Naturhochseilklettergarten, der erst seit Mai 2012 eröffnet ist und der zu den besten Hochseilklettergärten Österreichs zählt. Der beschriebene Kletterweg in luftiger Höhe heißt übrigens „Bärenparcours“.

Resümees: Ein Tag im Hochseilgarten verspricht jede Menge Spaß und Action aber auch jede Menge neue Erfahrungen im Umgang mit Mitstreitern und Kollegen, Mitarbeitern oder Freunden. Wem der, von mir gewählte, Parcours zu leicht erscheint, hat selbstverständlich die Möglichkeit seine Grenzen an einem weiteren Teil des gesamten Hochseilgartens zu erkunden. So gibt es den Teil Tarzan und die Flying-Fox-Seilrutsche über die Schlucht.

Hinweis: Sobald Sie die Sicherheitsausrüstung ( Helm & Gurt) bekommen haben, erfolgt eine ausführliche Einschulung anschließend muss noch der Probeparcours bewältigt werden, wenn sie das Ordnungsgemäß gemacht haben können sie die angegebenen Parcours selbstständig durchlaufen. Der X-Trem Wasserfallparcours ist nur geführt möglich.

Preise im Hochseilgarten Kaltenbach - ohne Trainer:

X-Treme Wasserfall & alle Parcours

Erwachsene € 40,00 - Kinder € 30,00

Biber-, Fuchs-, Bären & Tarzanparcour

Erwachsene € 30,00
Jugendliche von 13-17 Jahre € 22,00
Kinder bis 12 Jahre € 17,00

Mäuseparcours

Kinder  €  8,00

Auf Wunsch, dass Sie von einem Trainer betreut werden fallen € 45,00 pro Trainer an.

Die genannten Preise gelten inkl. kompletter Sicherheitsausrüstung (Helm & Gurt) für 3 Stunden jede angefangene halbe Stunde wird mit € 6,00 berechnet

Kinder unter 14 Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden pro 3 Kinder ein Erwachsener als Begleitperson

Öffnungszeiten:

12. Mai - 16. Juni
Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag 13.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag 10.00 bis 18.00 Uhr

17. Juni - 16. September
täglich (Dienstag Ruhetag) 10.00 bis 18.00 Uhr

17. September - 4. November
Donnerstag, Freitag 13.00 bis 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag 10.00 bis 17.00 Uhr

Bei jedem Wetter geöffnet, außer bei Gewitter, starkem Regen oder Sturm

Für Gruppen ab 8 Personen bei frühzeitiger Anmeldung täglich geöffnet

Weitere Informationen: Erste Ferienregion im Zillertal, 6263 Fügen, Telefon: +43/(0)5288/62262, Fax: +43/(0)5288/63070 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Outdoorcenter Kramsach, Wittberg 105, A-6233 Kramsach, Tel. ++43-664-9273931 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kletterzentrum Zillertal F&M OG, Aufenfeldweg 10, A-6274 Aschau im Zillertal Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Autor: Gerd Bruckner

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