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BayernLB: Das haut ja wohl den Stärksten um

Politiker und Banken stehen unter Druck und der Steuerzahler darf alles bezahlen um das Finanzsystem in Deutschland am laufen zu halten.

Der schlechte Ruf beider Gruppen in der Bevölkerung spricht Bände und der Zorn nimmt immer mehr zu. Kein Wunder: denn die großen Werbesprüche von so mancher Bank stehen in krassem Widerspruch zur täglichen Realität und die Bayerische Landesbank ist die Nummer 1 was den Egoismus und die Selbstgefälligkeit betrifft. Anders ist es nicht zu erklären, dass die BayernLB mit rund vier Milliarden durch den Staat gestützt wird, Farbanzeigen schaltet und gleichzeitig nicht willens ist, einem mittelständischen Unternehmen in Bayern eine Zwischenfinanzierung von ein paar "läppischen" Millionen einzuräumen.
{mosgoogle left} So musste jetzt der Caravan-Hersteller Knaus Tabbert Insolvenz anmelden weil ein Bankenkonsortium, bestehend aus BayernLB, Hypo-Vereinsbank und Dresdner Bank, dem Unternehmen ein, bis dahin übliches, Überbrückungsdarlehn verweigerten, mit dem die Firma Knaus-Tabbert die Produktion für das kommende Jahr überbrückt.

Gerade in Deutschland ist der Mittelstand mit geringem Eigenkapital ausgestattet, was an den hohen Abgaben und Steuern seit Jahrzenten liegt. Zum sparen und für Rücklagen bleibt den kleinen und mittleren Unternehmen einfach zu wenig Geld um die Eigenkapitalquote zu erhöhen. Man lebt von der Hand in den Mund und sichert trotzdem hunderte und tausende Arbeitsplätze.

Doch damit ist jetzt Schluss, zumindest in Bayern. Diejenigen, die dem Staat das Geld für die Bankenkrise liefern, erhalten keinerlei Hilfe oder Kredite.

Da nützt es auch nichts, dass Erwin Huber nun zurücktrat. Er hat sein Schärflein im Trockenen und muss sich nicht um die Mitarbeiter insolventer Betriebe kümmern.

Inserat der BayernLB im DER SPIEGEL Ausgabe  43
Inserat der BayernLB
Fazit:
Jeder ist sich selbt am Nächsten und die BayernLB im Besonderen. Wie Seehofer diese bajuwarische Wirklichkeit erklären will wird ihn noch Jahre umtreiben. Die entlassenen Mitarbeiter bei Knaus Tabbert und bei den mittelständischen Zulieferfirmen, die jetzt ebenfalls schwer betroffen sind und mit Entlassungen rechnen, werden das der CSU und ihren Repräsentanten nicht vergessen. Denn der BayernLB Milliarden mit Steuergeldern aus der Patsche zu helfen und dann den Steuerzahler "Knaus Tabbert" gleichzeitig in die Wüste zu schicken, kommt sicher nicht gut an.

Instinktlose Staatsbanken?

Erstaunlich ist, dass die BayernLB und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bereits jetzt Gelder für Farbanzeigen in Printmedien übrig haben. So schalteten beide Landesbanken in der aktuellen Ausgabe des "DER SPIEGEL" ganzseitige Farbanzeigen um für sich und ihre Leistungen zu werben.

Pech für den Caravanhersteller: die BayernLB macht Werbung für die Märkte in Südosteuropa und lädt mit "fundiertem Länder-Know-How" und besten lokalen Kontakten an 580 Standorten zu den "German Open" ein. Was dabei für "open" steht, dürfte bei der finaziellen Lage mittlerweile bekannt sein. Die Werbebotschaft der LBBW mit dem Spruch "Banking - made in Germany" und dem Slogan "Starthilfe. Made in Germany - auch für Ihr Eigenkapital" wird Europas größtem Caravanhersteller wohl ebenso wenig helfen. Denn Werbung hat bekanntlich wenig mit der Realität zu tun und so wird es wohl für hunderte Mitarbeiter heissen: ab ins ALG II.

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