Treffpunkt für Freunde von Deftigem: Csabaer Wurstfestival
Hier dreht sich im wahrsten Sinne alles um die Wurst – zumindest vom 23. bis 26. Oktober 2008. Und zwar um die Csabaer Wurst, eine herzhafte Spezialität der Südlichen Tiefebene, die inzwischen weit über die Grenzen des Landes bekannt ist.
Das viertägige kulinarische Fest in der südungarischen Bezirkshauptstadt (rund 200 Kilometer südöstlich von Budapest unweit von Gyula an der rumänischen Grenze gelegen) gehört zu den beliebtesten und köstlichsten Volksfesten Ungarns.
Vergnüglich geht es beim spektakulären Wettbewerb von dutzenden Teams zu, die um die beste Zubereitung der mit Paprika, Kümmel und Knoblauch gewürzten Wurst wetteifern. Denn: Die Csabaer Wurst ist ein echtes Hausmacherprodukt und daher gibt es vielfältige Zubereitungs-Variationen. Daneben gibt es eine Lebensmittelmesse, Weinpräsentationen und natürlich das große „Wurstessen“, bei dem auch das Publikum als Preisrichter fungieren kann.
Wem der edle Wettstreit um die Wurst nicht genügt, der findet noch genügend alternative Köstlichkeiten: Da wird auch gestritten um die besten Trockenwürste und delikatesten Pickles (eingelegtes Sauergemüse). Unterhaltungs- und Musikprogramme gibt es zudem in der ganzen Stadt. Daneben wetteifern im lukullisch-folkloristischen Angebot beispielsweise auch die Schweinezüchter um die besten Zuchtergebnisse.
Sollte das dann doch ein wenig zu viel der Wurst sein, so kann man sich auf eine alternative Spurensuche machen: In Békéscsaba absolvierte Ungarns bedeutendster Maler des 19. Jahrhunderts, Mihály Munkácsy, eine Tischlerlehre. Später lebte und arbeitete er in Wien, München, Düsseldorf und Paris. Die Stadt würdigt ihn in einem kleinen Museum, das täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist.