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Interview mit Martin Sonneborn vom Bundesvorstand der Partei DIE PARTEI
Written by Redaktion
Donnerstag, 08 Mai 2008
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Landtagswahl in Bayern: Parteien geben Antworten: Heute DIE PARTEI
Im Rahmen der Landtagswahl 2008 in Bayern führt die Redaktion Interviews mit den Vorsitzenden der zur Landtagswahl in Bayern antretenden Parteien.
Diesmal: Martin Sonneborn von Die PARTEI
Herr Sonneborn, Die PARTEI will in Bayern erstmals antreten und, wie zu hören ist, eine wahre Alternative für enttäuschte Wähler von SPD, FDP, ÖDP, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Bayernpartei, Freie Wähler und natürlich für die Wähler der regierenden CSU bieten.
Worin unterscheidet sich DIE PARTEI in wesentlichen Kernaussagen von den anderen Parteiorganisationen?
Wir sind eine obskure, schmierige und populistische Partei, die ohne große politische Visionen an die Macht will. Das gilt zwar eigentlich für alle Parteien hier in Bayern, aber wir stehen auch dazu.
Wie steht die Partei zu den dringendsten Problemen in diesem Land? Genannt seien Steuerlast, Solidaritätsbeitrag, Rauchverbot, Dritte Startbahn am Flughafen München, Onlinedurchsuchung, Lauschangriff und Videoinstallation in Wohnungen, Sicherheit im Flugverkehr, Kindergartenplätze, Schulpolitik, Managergehälter und Arbeits- und Rentenpolitik?
Ich bedanke mich für diese Frage, ich hätte das sonst selbst noch angesprochen. Wir sind dafür bzw. dagegen, je nach Problem. Da wir einem humanistischen Weltbild verpflichtet sind, können Sie sich einiges selbst ausrechnen: Gegen Startbahn, Schäubles Online-Quatsch, Lauschangriff und Rauchverbot. Aber für eine starke Raucherzone – in der alten DDR. Denn wir stehen ja auch für den Wiederaufbau der Mauer und die endgültige Teilung Deutschlands.
Satire ist ein Fundament der DIE PARTEI. Sind die Wähler in Deutschland bzw. Bayern schon für eine Partei, wie DIE PARTEI, bereit?
Das „Satirefundament“ ist eine bösartige Unterstellung, für die Sie sich zu rechtfertigen haben werden, sobald wir an der Macht sind. Natürlich sind die Bayern bereit, sie sind ja nicht dümmer als die Hamburger, und bei der Landtagswahl in Hamburg haben wir mit unserem Spitzenkandidaten Heinz Strunk aus dem Stand 0,3 Prozent abgefischt – unser bestes Ergebnis seit Kriegsende!
Gerade Nichtwähler sind ein großes Potenzial für alle Parteien. Wie wollen Sie diese Wählergruppe motivieren um zur Wahl zu gehen um DIE PARTEI zu wählen?
Ich glaube, dass viele Nichtwähler politikinteressiert und hochmotiviert sind. Sie haben nur keine Lust, die langweilige, korrupte CSU, die hochgradig unfähige SPD oder die linke Mauermörderpartei zu wählen. Und von Spaßparteien wie der FDP haben sie erst recht die Nase voll!
Welche Prozentzahl ist das erklärte Wahlziel der DIE PARTEI?
Alles unter 50 Prozent wäre eine Schande für Bayern!
Gibt es schon eine Koalitionsaussage mit welchen Parteien DIE PARTEI koalieren würde?
Wir würden jede Partei nehmen, die sich als Steigbügelhalter andient.
Wie steht DIE PARTEI zu der Forderung, von der Wahlkampfkostenerstattung durch den Staat, einen Teil an die Bevölkerung wieder zurückzugeben. Schließlich muss der Wähler zur Wahlurne fahren, also Zeit und Geld für seine Stimme investieren?
Da der Bundesvorstand der PARTEI weitgehend deckungsgleich ist mit der Redaktion des Faktenmagazins TITANIC, sind wir Moral und Anstand verpflichtet. Ich denke, wir werden einen kostenneutralen Wahlkampf führen in Bayern, diesem wunderbaren Bundesland. Wenn was übrig bleibt, kaufen wir ein Zelt auf dem Oktoberfest und spendieren der Bevölkerung Freibier!
Welches Gesetz würde DIE PARTEI sofort und spontan abschaffen?
Das Gesetz, nach dem kleine Parteien zu jeder Landtagswahl wieder 2000 Unterstützerunterschriften sammeln müssen! Das ist nämlich jedes Mal eine Wahnsinnsarbeit, und ich würde mich freuen, wenn viele Bayern mit Tagesfreizeit diesmal dabei mithelfen...
Wir danken für Beantwortung unserer Fragen.
DIE PARTEI steht für "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative" und hat sich bereits zur Bundestagswahl in 2005 mit den Wahlwerbespots zum Thema Schleichwerbung und mit Heinz Strunk zur Landtagswahl in Hamburg 2007 beim Wähler etabliert.
Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, werden in Kürze die Kandidaten zur Wahl ermittelt und den Wählern vorgestellt.
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