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Roche investiert in Forschungsstandort Deutschland
Written by Redaktion
Sonntag, 20 Januar 2008
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Roche investiert 430 Millionen Franken an den Standorten in Deutschland und der Schweiz
Es geht auch anders: Forschungsstandort Deutschland bei Biopharmazeutika know-how gefragt. Im Gegensatz zu so mancher "Heuschrecke" hat die Firma Roche umfangreiche Investitionsvorhaben für die Standorte Penzberg, Mannheim und Kaiseraugst in Deutschland beschlossen. In Penzberg werden mit einem Investitionsvolumen von rund 280 Millionen Franken die Biotech-Aktivitäten zur Erforschung und Entwicklung biotechnologisch hergestellter Medikamente ausgebaut. Mit dieser Entscheidung wird das volle Potenzial der unternehmenseigenen Wertschöpfungskette zur Entwicklung und Produktion von biopharmazeutischen Arzneimitteln mit dem Schwerpunkt Onkologie erschlossen.
Für die Standorte Mannheim und Kaiseraugst sind insgesamt Investitionen von rund 150 Millionen Franken geplant, um Kapazitäten für moderne Spritzenabfüllungen für Medikamente wie Mircera, Pegasys oder Actemra auszubauen.
Franz B. Humer, Roche CEO und Verwaltungsratspräsident kommentierte den Entscheid wie folgt: "Nach umfangreicher Evaluation und Bewertung unserer Produktionsstandorte in zahlreichen Weltregionen und unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen vor Ort haben wir entschieden, die Investitionen an den drei Standorten in Deutschland und der Schweiz zu tätigen. Durch diesen Schritt wird die Produktion unserer stark nachgefragten Biopharmazeutika gesichert und erweitert. Solche Investitionen sind sehr langfristiger Natur, sie schaffen in und um das Unternehmen hunderte von Arbeitsplätzen. Es ist daher von grosser Wichtigkeit, dass die Rahmenbedingungen auch langfristig industriefreundlich und stabil bleiben".
Über die letzten 5 Jahre hat Roche damit allein in Deutschland und in der Schweiz je rund 1 Mrd. Franken (rund 600 Millionen Euro) in neue Pharma Produktionsanlagen investiert und mehrere hundert neue Stellen geschaffen.
Know-how gefragt
Die Entscheidung der Schweizer Konzernleitung, erneut in die Standorte der Roche Diagnostics GmbH in Mannheim (72 Millionen Euro) und Penzberg (172 Millionen Euro) zu investieren, ist ein klarer Beleg für das Vertrauen des Konzerns in die Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten sowie in die Fähigkeiten und das Know-how der Mitarbeitenden an den Roche-Standorten in Deutschland.
Ferner macht die Entscheidung deutlich, dass die Anstrengungen zur verbesserten Wettbewerbsfähigkeit in der Roche Diagnostics GmbH von der Konzernleitung honoriert werden. "Positiv beeinflusst wurde der Beschluss von der vor kurzem getroffenen Vereinbarung zum neuen Arbeitszeitmodell der 40 Stunden-Woche bei der Roche Diagnostics GmbH", macht Dr. Jürgen Schwiezer, CEO der Division Roche Diagnostics und Vorsitzender der Geschäftsführung der Roche Diagnostics GmbH, deutlich. Auch erfolgreiche Projekte, die zu einer deutlichen Kosteneinsparung durch die Optimierung von Arbeitsabläufen und -prozessen führen, spielten bei der Entscheidungsfindung eine maßgebliche Rolle.
Die Roche-Gruppe - Pionier im Biotechnologiesektor Durch frühzeitiges Erkennen neuer Trends und Technologien hat Roche von Anfang an in die Biotechnologie investiert. Führende Forschungsbereiche wie Genetik, Genomik und Proteomik sowie modernste Technologien - monoklonale Antikörper, PCR und molekulargenetische Tests - sind für die breite Anwendung der Biotechnologie in der Medizin entwickelt worden.
Heute ist die Roche-Gruppe ein führender Anbieter biotechnologiebasierter Produkte für Ärzte und Patienten. Medikamente und Tests, die den genetischen Merkmalen eines Patienten Rechnung tragen, sind heute schon erhältlich.
Fünf der zehn umsatzstärksten pharmazeutischen Produktestammen heute aus der biotechnologischen Forschung und machen zirka 45 Prozent des Pharma-Umsatzes aus. Gemessen an den Verkäufen und Produktionskapazitäten biotechnologischer Medikamente ist die Roche-Gruppe das grösste Biotechnologieunternehmen der Welt.