UPnP-Router mit manipulierten Flash-Webseiten angreifbar
Wie das PC Magazin in seiner neuen Onlineausgabe mitteilt, findet eine Benutzerauthentifizierung bei UPnP nicht statt und die Angriffe passieren relativ unbemerkt. Dem Angreifer öffnen sich dabei recht beachtliche Möglichkeiten, angefangen bei der Umleitung von Besuchen auf eine Bankseite bis hin zum Öffnen des Netzwerks auf ungewollten Ports.
Universal Plug and Play (UPnP) wurde entwickelt, um dem Nutzer eines Netzwerks das Leben leichter zu machen. Statt sich mit Ports, IP-Adressen oder Ähnlichem in der Router-Software zu beschäftigen, nimmt UPnP dem Nutzer diese Arbeit ohne Benutzereingriff ab. Da UPnP jedoch keine Benutzerauthentifizierung ermöglicht, kann jede beliebige Anwendung Konfigurationen vornehmen. Diese Funktion nutzt ein Proof of Concept von gnucitizen.org aus, der im Artikel Hacking the Interwebs näher beschrieben wurde.
Mit dem Angriff soll, so das PC Magazin, es möglich sein, Ports von entsprechenden Rechnern nach außen zu öffnen und den DNS-Server zu manipulieren. Voraussetzung für den Angriff ist in diesem Szenario ein Browser mit installiertem Flash sowie ein UPnP-fähiger Router.
Der Angriff weist einige Besonderheiten auf: Um ein Opfer zu Portforwarding zu bewegen, wird keine Lücke in Flash oder UPnP ausgenutzt, vielmehr nutzt der Angriff vorhandene oder schlicht fehlende Funktionen, in etwa vergleichbar mit einer installierten Anwendung. UPnP bietet keinen Authentifizierungsmechanismus. So kann jede Anwendung - offenbar auch eine Flash-Anwendung - einen UPnP-Router nach eigenen Wünschen konfigurieren.