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Erhöhung des Bafög für Schüler und Studenten
Written by Redaktion
Freitag, 16 November 2007
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Bafög für Studenten und Schüler wird erhöht
Eine gute Ausbildung kostet bekanntlich viel Geld. Doch Studierende, Schülerinnen und Schüler können sich freuen: Sie werden in Zukunft finanziell besser unterstützt. So hat der Deutsche Bundestag dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetztes (Bafög) zugestimmt.
Fördersatz steigt um 9,9%
Der Förderhöchstsatz für Studierende steigt von 585 auf 643 Euro. Der Freibetrag für Eltern von Studierenden erhöht sich auf 1.555 von 1.440 Euro. Durch die Novelle werden 18,5 Prozent mehr Studierende, Schülerinnen und Schüler zukünftig gefördert.
"Dies ist die erste substanzielle Erhöhung seit 2001", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Mit der Erhöhung des Bafög setzt die Bundesregierung ein Signal, dass Bildung nicht von der sozialen Herkunft abhängig sein darf: Die Bedarfssätze werden um zehn Prozent und die Freibeträge um acht Prozent angehoben.
Ziel des Bafög ist es, jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, ungeachtet ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation. Daher erhalten sie vom Staat finanzielle Unterstützung für die Zeit ihrer Ausbildung. Gegenwärtig betragen die jährlichen Aufwendungen für das Bafög 2,2 Milliarden Euro.
Zuverdienst jetzt bis 400 Euro monatlich möglich
Ein Kernelement der Änderung ist auch, die Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung zu fördern: Bafög-Berechtigte mit einem Kind erhalten in Zukunft 113 Euro im Monat zusätzlich zu ihrem eigenen Einkommen. Für jedes weitere Kind kommen 85 Euro hinzu. Diese Familienförderung ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Ebenso ist es Bafög-Geförderten in Zukunft leichter möglich, sich eigenes Geld zur staatlichen Förderung hinzuzuverdienen: Mit der Änderung bleibt ein Verdienst bis 400 Euro monatlich anrechnungsfrei. Diese Summe entspricht der Einkommensgrenze von Minijobs.
Förderung auch für Studium innerhalb der EU und in der Schweiz
Zukünftig kann ein Vollstudium in einem der EU-Staaten oder der Schweiz gefördert werden. Das bisher vorgeschriebene "Orientierungsjahr" an einer deutschen Hochschule entfällt. Auch die Förderung von Auslandspraktika außerhalb Europas wird verbessert.
Integration durch Bildung
Ausländische Studierende profitieren ebenso von der Änderung des Bafög: Migrantinnen und Migranten mit dauerhafter Bleibeperspektive können in Zukunft Bafög erhalten. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund dar.
Angepasstes Bafög ab Sommer/Herbst 2008 geplant
Die höheren Sätze werden mit Schuljahres- und Semesterbeginn im Sommer/Herbst 2008 wirksam. Stimmt der Bundesrat zu, treten diese Neuregelungen nach Verkündung im Bundesgesetzblatt voraussichtlich im Januar 2008 in Kraft.